Nochmal, mit Gefühl
Tatsächlich hat mich sogar etwas überrascht, mit welcher Wucht mich die Geschichte von Ellie und Joel nochmal getroffen hat. Zugegeben: ich gehöre nicht zu denen, die dieses Abenteuer jedes halbe Jahr nochmal erleben, aber ich erinnere mich noch sehr gut an meine Emotionen beim ersten Mal. Und es ist vielleicht mein eigener Reifeprozess, der mich heute auf manche Dinge etwas anders blicken lässt, als noch 2013 – oder eben die zeitlose Qualität dieser postpandemischen Tour de Force, die The Last of Us auch 2022 noch zu einem erzählerischen Meilenstein macht. Vom aufwühlenden Beginn bis zum dramatischen Ende, von den Straßen Bostons bis zum Krankenhaus der Fireflies, hat mich dieses Abenteuer trotz aller Vorbereitung erneut völlig kalt erwischt. Und dabei sind es vor allem die kleinen Zwischentöne in der Performance von Ellie und Joel, die für mich den Unterschied machen.
![[GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654445)] [GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654445)]](https://develop-4players.fdpub.de/wp-content/uploads/sites/3/2024/04/92654445-vollbild.jpg)
Egal ob Neben- oder Hauptcharakter: Die tolle Technik von The Last of Us Part 1 erweckt die Figuren zum Leben. © 4P/Screenshot
Lineare Designer-Level
![[GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654442)] [GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654442)]](https://develop-4players.fdpub.de/wp-content/uploads/sites/3/2024/04/92654442-vollbild.jpg)
Das Leveldesign überzeugt nach wie vor. Visuell und spielerisch. © 4P/Screenshot
Trotzdem sind die Level immer noch klasse: Ruhige Erkundung wechselt sich mit Schleich- und Shooter-Passagen ab, von denen letztere meist in recht eindeutig erkennbaren Arenen abspielen. In überwucherten Straßenzügen, Hotels, Dörfern oder Abwasserkanälen geht es mal gegen Infizierte, bei denen die blinden „Clicker“ die größte Gefahr darstellen, und mal gegen menschliche Banden und Soldaten. Und klar ist auch: Hier ist Part 2 dem Vorgänger mit größeren Gebieten, mehr Variation und größerer Dynamik deutlich überlegen.
Spielmechanischer Fortschritt
![[GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654449)] [GUI_STATICIMAGE(setid=92269,id=92654449)]](https://develop-4players.fdpub.de/wp-content/uploads/sites/3/2024/04/92654449-vollbild.jpg)
Brachial: Der Gewaltgrad hat analog zu Part 2 ordentlich zugelegt. © 4P/Screenshot
Denn auch mechanisch wurde Part 1 an den unheimlich knackigen Shooter des Nachfolgers angeglichen. Einerseits wird damit das Zielen deutlich präziser, andererseits haben Bogen, Pistolen, Schrotflinte und co. das herrliche Gewicht und die brachiale Trefferwirkung, die ich in Part 2 lieben gelernt habe. Vor allem der Bogen wird als leises Tötungswerkzeug erheblich aufgewertet – egal ob gegen Infizierte oder gegen Menschen. Auch der nach wie vor eine Taste limitierte Nahkampf profitiert von brachialer Wucht und neuen Animationen, etwa wenn Joel die Schädel von Infizierten zertritt.

