Rennen mit (kleinem) Gummiband

Eine Simulation ist The Crew Motorfest aber zu keinem Zeitpunkt, selbst wenn man einige Fahrhilfen wie zum Beispiel die Traktionskontrolle oder Bremshilfen deaktiviert. Dadurch gewinnen die Rennen zwar ein Stück weit an Herausforderung, aber richtig anspruchsvoll ist die Fahrphysik für den Controller nicht. Ihr müsst somit nicht unbedingt ein Lenkrad besitzen, um irgendwie aufs Podium zu kommen oder schnelle Rundenzeiten hinzulegen. Ein Zuckerschlecken sind die überwiegend Runden- oder Zielpunktrennen trotzdem nicht, weil ausgerechnet die KI ihre Finger im Spiel hat.
Hatte ich in den Preview-Sitzungen noch den Eindruck, dass die gegnerischen Fahrer nicht oder wenn nur sehr lose am Gummiband hängen, konnte die Testversion das nicht mehr in diesem Umfang bestätigen. Zwar kleben einem die gegnerischen Fahrer nicht extrem am Heck, falls man gerade auf Platz 1 ist, oder fahren übermäßig langsam, sobald man hinten liegt, aber dennoch wird in einigen Rennen ersichtlich, dass die Spannung künstlich am Leben erhalten werden soll. Deaktivieren lässt sich diese Option ebenso wenig wie das am PC feste 60 FPS-Limit. Spieler, die normalerweise auf 144 Hertz-Monitore oder höher zurückgreifen, sollten das im Hinterkopf behalten.
Die Playlist fürs Lenkrad

Ausnahmslos jede Playlist ist mit einer Wagenladung an Informationen verbunden, die mir die manchmal zum Fremdscham einladenden Charaktere während der Rennen erzählen. In einem Event geht es beispielsweise darum, bestimmte Sehenswürdigkeiten auf O’ahu abzuklappern, während der Guide in einer Tour Fakten auf eine mehr oder weniger charmante Art herunterbetet. In einem anderen Rennen wird mir mit der Geschichte Lamborghinis ein Ohr abgekaut. Der Großteil dieser Informationen ist zum Glück kaum von Belang und geht während der A
ction sowieso in der Regel unter. Schließlich will ich mich auf das Rennen konzentrieren und nicht nebenbei noch zuhören, warum das Auto, das ich gerade fahre, so ein fantastischer Bolide sei. Manch eine Playlist verkommt aufgrund der Gespräche außerdem schnell zu einer Art Werbetour, etwa wenn von der

Für jedes absolvierte Rennen gibt es anschließend Erfahrungspunkte sowie frische Bauteile fürs Auto, aber dazu später mehr. Erst einmal geht es um die Levelups, die mich früher oder später zur Main Stage bringen. Dabei handelt es sich noch einmal um größere Events, die aus mehreren Rennen und Herausforderungen bestehen und einen Kofferraum an Belohnungen versprechen. Zugleich kämpfe ich mich in einer Art Bestenliste nach vorne, um am Ende zu einer Legende des Motorfests zu werden.

