Willkommen in der Warteschlange
Dafür muss ich aber zunächst die Login-Warteschlange und die typischen Startprobleme überwinden, die Blizzard auch mit dem Overwatch 2-Launch immer noch nicht im Griff hat. Klar, dass es ausgerechnet in den ersten Tagen DDOS-Attacken auf die Serverinfrastruktur gab, half jetzt wirklich niemandem. Trotzdem ist auffällig, dass anscheinend nicht genug Kapazitäten zur Verfügung stehen. Wenn ich stundenlang vor einer Einblendung „20000 Spieler sind vor dir“ sitze aber schon längst nicht mehr Start-Dienstag sondern Donnerstagabend ist, dann stimmt wohl ganz eindeutig etwas bei den Server-Kapazitäten nicht.
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Neue Helden können über den Battlepass freigespielt werden. Premium-Käufer erhalten die Figuren sofort. © 4P/Screenshot
Achtung, Reizüberflutung
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Unterstützungs-Charaktere wie Mercy sind essentiell für den Erfolg des Teams. Ohne Heilung oder Buff geht nichts. © 4P/Screenshot
Denn die Gefechte sind schnell, bunt und knackig. Sowohl Schuss- als auch Bewegungsmechanik sind angenehm responsiv und direkt, fühlen sich dabei aber nicht ganz so extrem reaktionsgetrieben an wie bei Valorant. Durch die längeren Lebensleisten hat man oft mehr Zeit zu reagieren und Feinden auszuweichen. Zudem dauern Schusswechsel länger, da Supports heilen und Mercy Verbündete auch wiederbeleben kann. Dadurch entsteht oft ein taktierendes Ringen an den Zielen, bei dem der vom Support unterstützte Tank versuchen den Weg freizumachen, während die Damage Dealer den Feind flankieren, im Nahkampf bearbeiten oder von hohen Positionen aus der Distanz mit Scharfschützengewehren bekämpfen. Außerdem gibt es Respawns, was dem Ganzen in Kombination einen stärkeren MOBA-Touch verleiht, ohne den Shooter zu sehr hintenanzustellen. Trotzdem bleibt meine Einschätzung: Während Valorant primär ein Shooter mit Fähigkeiten ist, ist Overwatch ein Fähigkeitenspiel mit viel Shooter-Mechanik. Es ist dabei wirklich erstaunlich, wie einzigartig sich diese Ausrichtung nach all der Zeit und dem Einfluss, den Overwatch auf seine Genre-Kollegen hatte, immer noch anfühlt.
Einmal mit Profis
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Als Soldier 76 spielt sich Overwatch 2 fast wie ein „normaler“ Shooter. Fast. © 4P/Screenshot
Mit Overwatch 2 fällt nämlich eine Tank-Rolle weg – statt jede Klasse gleichmäßig mit zwei Spielern zu besetzen gibt es im 5v5 nur noch ein einzelnes Schwergewicht. Und das bricht laut meiner Kampfpartnerin die Gefechte deutlich auf, da Chokepoints nicht mehr mit doppelter Schildpower gehalten werden können. Außerdem wurden auch Fähigkeiten von Helden umverteilt. Vor allem die sogenannte „Crowd Control“, also Angriffe mit Schadensbereichen oder generell großflächigere Effekte, wurde den DPS-Figuren aus der Hand genommen. Das schreibt einerseits den Tanks eine andere Position zu und verändert gleichzeitig die Rolle der Damage Dealer. Insgesamt ist Overwatch 2 durch diese Änderungen laut meiner Ausbilderin wohl spürbar schneller und intensiver als der Vorgänger.

