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Fluch der Karibik (Action-Adventure) – Fluch der Karibik

In Fluch der Karibik nach dem gleichnamigen Disney-Piratenfilm könnt Ihr unter südlicher Sonne als verwegener Freibeuterkapitän Karriere machen. Neben dem Aufbringen, Entern und Ausplündern von Segelschiffen dürft Ihr immer wieder auch spannende Quests lösen, bei denen Ihr Euch von der mehr oder minder galanten Seite zeigen könnt. Wir haben uns für Euch durch die Eilande gefochten und unsere recht zwiespältigen Erfahrungen in einem Testbericht zusammengefasst.

Viele Zufallselemente

Abgesehen von dem mangelhaften Balancing und der gewöhnungsbedürftigen Steuerung machen auch die vielen Zufallselemente das Spiel bisweilen zur Geduldsprobe – von den zahllosen tödlichen Stürmen und aggressiven Piraten auf See einmal ganz zu schweigen. Wer einmal in einem Raum neu laden musste und dann andere wertlose Sachen dort vorfand als zuvor, wird wissen, wovon die Rede ist. Gegner wie Straßenräuber oder Skelette respawnen, was einen geordneten Rückzug bisweilen unmöglich macht. Wie bei Morrowind habt Ihr es so mit einer unendlichen Zahl an Gegner zu tun. Da gibt es kein Verschnaufen – einmal ausgeräumte Dschungelabschnitte wimmeln beim nächsten Mal wieder von dunklen Gestalten.

Atemberaubende 3D-Hintergründe

Wirklich vom Feinsten sind die 3D-Umgebungen, die Euch tatsächlich Glauben machen, dass Ihr Euch in der Karibik befändet. Jede der Insel sieht ein wenig anders aus: Da gibt es sonnendurchflutete Strände, einsame Buchten mit Steilküste und Leuchttürme, die hoch auf einer Klippe über die weite See blicken. In den Hafenstädten selbst präsentiert sich jede Nation mit ihrer typischen Architektur: Engländer, Franzosen und Holländer haben Fachwerkhäuser, Spanier und Portugiesen setzen hingegen auf weiß verputzte Kolonialbauten, vor denen passend uniformierte Soldaten patrouillieren.__NEWCOL__Schön ist auch das Wasser, das in der virtuellen Sonne glitzert, als wäre es aus Kristall. Irgendwo in der Tiefe zieht ein Hai seine Bahnen, der nur darauf wartet, dass er an Eurem Holzbein knabbern darf. Auch im Dschungel gibt es winzige Tiere, die über den Waldboden huschen. Einzig die Blätter der Bäume bewegen sich nicht.

Passende Musik

Die Musik ist schlicht passend für ein derartiges Abenteuerspiel, denn sie könnte auch problemlos in jedem Piratenstreifen der 50er-Jahre laufen. Auch die Geräusche passen, sie sind aber eher selten und bilden keine richtige Soundkulisse. Schon ein wenig enttäuschend ist die eher farblose, deutsche Sprachausgabe; zumindest wenn Ihr sie mit dem viel farbigeren Original vergleicht. Ansonsten wurde das Piratenspiel aber fehlerfrei ins Deutsche übersetzt.