Tanner reagiert zickig auf Kommandos und schlägt furchtbar langsame Purzelbäume. Feuergefechte fühlen sich einfach nicht gut an – das liegt zum einen an den schrecklich langweiligen Schussgeräuschen, zum anderen an dem zappeligen Fadenkreuz
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| Feuergefechte sind aufgrund der zappeligen Kontrolle unnötig nervig. |
Der kleine Regisseur
Einer der Gründe für den Erfolg der GTA-Serie ist, dass es eine Großstadt glaubhaft auf den Bildschirm bringen kann. Driv3r versucht Ähnliches mit realen Großstädten, scheitert aber am wichtigsten Punkt: dem Leben. Abgesehen von einigen, unerwartet ins Bild ploppenden Zivilfahrzeugen und sporadischen Fußgängern beleben nur Polizei- und Verbrecherfahrzeuge die hiesigen Straßen, das Gefühl einer atmenden, pulsierenden Metropole kommt bei den groben, blassen und detailarmen Gebäuden kaum auf. Darüber hinaus hat das Game enorme Hardwareanforderungen, die angesichts des gezeigten Ergebnisses einfach nur frech wirken, speziell angesichts flimmerfreudiger Texturen, massiver Clipping-Fehler und erwähnter Pop-Ups. Lediglich zwei Dinge sind gelungen: die coolen Fahrzeuge mit gelungenem Schadensmodell, sowie die nochmals cooleren Renderfilme! Dramatisch inszeniert, gekonnt geschnitten und gut animiert treiben sie einen Großteil der Story voran, der
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| Ihr könnt im Laufe des Spiels aus über 70 Vehikeln wählen. |
Besser sieht es da schon an der Akustikfront aus: Ein fetter Soundtrack von Syntax über Iggy Pop bis zu Los Halos sorgt für mitwippende Füße, und erweckt speziell im »Freie Fahrt«-Modus den Wunsch, die Scheiben runterkurbeln und den Arm aus dem Fenster lehnen zu können. DVD sei Dank könnt ihr englische Sprachausgabe wählen, was angesichts der auch als »Einschlafhilfe« bekannten deutschen Synchro und der erwähnten Star-Besetzung der englischen Stimmen auch unbedingt empfehlenswert ist. Die Soundeffektfront hingegen ist zwiegespalten: Speziell die Muscle Cars blubbern schön tief vor sich her – auf der anderen Seite jaulen Motorräder unnötig quälend.


