Metallschnecke?

In der Wüste bekämpft ihr eure Gegner standesgemäß vom Kamel aus. © 4P/Screenshot
Metal Slug 3 ist die originalgetreue Umsetzung des Arcade-Automaten bzw. des Neo Geo-Roms: Ihr habt die Wahl unter vier Spielfiguren, zwei Männlein, zwei Weiblein, die sich von der Optik abgesehen nicht die Bohne unterscheiden. Alle vier können rennen, springen, schießen und mit Granaten um sich werfen. Ihr kämpft euch alleine oder zu zweit durch fünf lange Levels, vom Strand über Pyramiden bis hinein in ein Alienschiff. Fast alle Welten verfügen über mehrere Wege, die zu unterschiedlichen Abschnitten führen, so dass sich mehrmaliges Durchspielen lohnt, um wirklich alles zu sehen. Gelegentlich wird auch die Scrollrichtung gewechselt, so dass ihr nicht mehr von links nach rechts, sondern von unten nach oben zischt.
Im Gegensatz zum »normalen« Arcade-Shooter seid ihr hier nicht sehr oft zu Fuß unterwegs: Panzer, Riesenbohrer, Kamele, Elefanten oder Zweibein-Roboter warten an Land nur auch euch – in der Luft sind es entsprechend Helikopter bzw. Flugzeug, unter Wasser dann U-Boot oder einfach nur ein formschöner Taucheranzug. Alle Vehikel verfügen über extrastarke Waffen (die aber schnell leergeschossen sind) und vertragen natürlich mehr Treffer als ihr. Seid ihr doch auf Schusters Rappen angewiesen, kann sich euer Knarren-Arsenal aber auch sehen lassen: Raketenwerfer, Flammenwerfer, schweres MG, Laser, zielsuchende Raketen oder das gute Nahkampfmesser halten die Bedrohung gut im Schach. Seid ihr kurzzeitig in einen Zombie verwandelt, könnt ihr ungemein tödliches Blut spucken – ebenso makaber wie wirkungsvoll! Die Waffen bekommt ihr meist von herumlungernden Gefangenen, die nur auf ihre Befreiung warten.
Außerirdische Killerquallen des Todes

Ihr seid nicht nur zu Fuß unterwegs – Flugzeug, Helikopter oder U-Boot warten nur auf euch! © 4P/Screenshot
Habt ihr das Game durch (was im Schnitt knapp zwei Stunden dauert), warten im Hauptmenü zwei Extra-Modi auf euch: »Fat Island« ist ein herrlich blödes Schießen gegen die Zeit, in dem getroffene Gegner allerlei Futter hinterlassen – gewonnen hat der, der am Ende am meisten wiegt! Im »Sturm auf das Mutterschiff« spielt ihr einen Soldaten, der das große Alien-UFO angreift – zwar mit dreifacher Waffenwahl, dafür nur für einen Spieler.
2D-Rabatz

Die dicken Bossgegner halten auch den härtesten Soldaten ordentlich auf Trab! © 4P/Screenshot
Begleitet wird das Krawumm-Festival von fett krachenden Soundeffekten, ein wenig Sprachausgabe und recht düdeliger Musik – die in der Action allerdings ziemlich untergeht, und daher verschmerzbar ist. Mit 30 Euro ist das Game auch annehmbar preiswert: im Gegensatz zur immer noch rund 200 Euro teuren Neo Geo-Varianten geradezu unerhört billig, und im Vergleich zur Arcade-Version spart ihr auf Dauer allerhand Kleingeld.
